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Apotheke & Gesundheitsvorsorge

Es gibt in Österreich annähernd 1200 öffentliche Apotheken, die eine flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit Medikamenten sichern. In zunehmenden Maße bieten öffentliche Apotheken ihren KundInnen aber auch Leistungen im Bereich der Gesundheitsvorsorge an:
Individuelle Aufklärung und Beratung, Vorscreening in der Apotheke (wie Blutdruck- oder Blutzuckermessungen) und Selbsttests für zu Hause helfen Risikofaktoren und Verdachtsfälle wichtiger Gesundheitsstörungen aufzudecken. Die weitere Abklärung, Diagnose und gegebenenfalls Therapie erfolgt dann durch den Arzt/die Ärztin.

Die Gesundheitsvorsorge in der Apotheke und zu Hause kann das ärztliche Gespräch und die ärztliche Untersuchung nicht ersetzen, stellt aber einen wichtigen Anknüpfungspunkt für eine umfassende und regelmäßige (jährliche) Gesundenuntersuchung dar, die leider nur allzu oft aus Zeitmangel oder Scheu vor dem Arztbesuch auf lange Zeit hinausgeschoben wird.
Umso früher Krankheiten jedoch entdeckt werden, desto effizienter kann der schon eingetretene Gesundheitsschaden behandelt und Langzeitfolgen minimiert werden – Ihr(e) ApothekerIn hilft Ihnen dabei!

Die zwei Wege der Gesundheitsvorsorge – Verhütung und Früherkennung

Die Beratung über gesunde Ernährung, Bewegung, Impfempfehlungen sowie alle Maßnahmen zur Erhaltung oder Erzielung der Tabakabstinenz ist zur Verhütung von Krankheiten von großer Bedeutung:

  • In jeder Apotheke können Informationen über die neuesten Impfempfehlungen des Obersten Sanitätsrates eingeholt werden. Fernreisende erhalten Auskunft über Impfvorschriften des jeweiligen Reiselandes und gegebenenfalls über Vorsorgemaßnahmen.
  • Wenn einer eine Reise tut …., dann ist meistens für Tickets, Geldumtausch, Urlaubskrankenschein etc. gesorgt. Doch allzu oft wird auf die gut sortierte Reiseapotheke, die Reisethrombosevorbeugung oder den richtigen Sonnenschutz vergessen – auch dabei hilft Ihnen Ihre Apotheke und Ihr(e) Arzt/Ärztin!
  • Häufiger noch als Fragen zum Thema gesunde Ernährung wird der Wunsch nach der Traumfigur an die Apotheke herangetragen. Dementsprechend gibt es schon zahlreiche Serviceleistungen wie Definition des Körpergewichtes (Body-Mass-Index, Taille-Hüft-Quotient, Körperfettbestimmung), individuelle Ernährungsberatung und Präparate, die das Abnehmen erleichtern sollen (z. B. pflanzliche Präparate, Quellmittel, Formulardiäten und chemische Präparate).
  • “Jetzt ist endgültig Schluss mit dem Rauchen” – ein häufig vernommener Vorsatz, der für viele nicht ganz so einfach umzusetzen ist. Doch für die eigene Gesundheit und die Gesundheit der Mitmenschen lohnt sich die Umstellung.
    In der Apotheke finden Sie Unterstützung bei der Tabakentwöhnung z. B. durch persönliche Beratung, Erhebung des Nikotin-Abhängigkeitsgrades (v. a. Fagerström Test) und die Empfehlung diverser Präparate (Nikotinkaugummi, -pflaster sowie Inhalatoren und Sprays etc.), die Ihnen helfen vom Glimmstängel wegzukommen.

Weitere wichtige Themen der Gesundheitsvorsorge in der Apotheke sind die Screening-Untersuchungen zur Früherkennung wichtiger Volkskrankheiten.
In den meisten Fällen geht es darum, Personen, die sich subjektiv gesund fühlen, keine charakteristischen Symptome haben und bislang nicht wussten, dass ein Risiko oder ein Verdacht für eine bestimmte Erkrankung vorliegt, einer ärztlichen Untersuchung und allfälligen Behandlung zuzuführen.

  • Blutdruckmessen stellt dabei das einfachste Beispiel einer Früherkennungsmaßnahme dar:
    Wird in der Apotheke durch eine einmalige Messung ein erhöhter Blutdruckwert und der Verdacht auf Bluthochdruck erhoben, so wird der/die ApothekerIn den unmittelbaren Arztbesuch zwecks genauerer Diagnose anraten.
    Laut Österreichischer Hochdruckliga ist der Blutdruck erhöht bzw. behandlungsbedürftig, wenn von 30 Messwerten mehr als 7 über 135/85 mmHg liegen (Blutdruckmesser gibt es in Ihrer Apotheke). Tragen Sie Ihre Messwerte in eine Tabelle (z. B. aus der Apotheke) ein und suchen Sie im Bedarfsfall einen Arzt auf (nehmen Sie die Aufzeichnungen bitte zum Arzt mit).
    Herz-Kreislauf-Erkankungen, die u. a. durch einen ständig erhöhten Blutdruck verursacht werden, sind hierzulande die Volkskrankheit Nummer eins. Für Bluthockdruck-PatientInnen ist die regelmäßige, selbstständige Blutdruckmessung nicht mehr wegzudenken. Ein Blutdruckmessgerät sollte in keinem Haushalt fehlen!
  • Schnelle Checks der Blutzucker- und Blutcholesterin-Werte können bereits in vielen Apotheken vor Ort durchgeführt werden. Dabei stellt der Kunde unter Anleitung des/der Apothekers/In mit modernsten Geräten die Werte selbst fest. Im Anschluss an die Messung klärt der/die ApothekerIn den Kunden darüber auf, ob die Werte im Normalbereich liegen oder nicht.
    In jedem Fall wird ein Arztbesuch empfohlen, denn die von den Krankenkassen kostenlos angebotene Vorsorgeuntersuchung ist weit umfassender als der Quick-Check in der Apotheke.
  • Selbsttests aus der Apotheke für zu Hause stellen eine einfache Möglichkeit dar, sich über seinen Gesundheitszustand zu informieren. Am Markt befinden sich u. a. Tests (mittels Bluttropfen oder Harnprobe) zur Bestimmung von z.B.:Blutzucker – Diabetes mellitus (Erkrankungssymptome zeigen sich erst, wenn die Krankheit schon weiter fortgeschritten ist – es wird daher angenommen, dass viele Menschen an Diabetes leiden ohne es zu wissen.)Blutcholesterin (Durch Senkung des Cholesterinspiegels mindern Sie Ihr Risiko an Herz-Kreislauf-Erkrankungen.)Blut im Stuhl (Kann ein Indikator für Krebstumore im Dick- und Mastdarm, Hämorrhoiden oder kleinere Verletzungen der Darminnenwände sein.)

    Helicobacter pylori (Dieses Bakterium kann im Magen zunächst zu einer chronischen Magenschleimhautentzündung “Gastritis” führen. In weiterer Folge kann es zu Magengeschwüren und bösartigen Tumoren kommen.)

    Schwangerschaft und Fruchtbarkeit für Paare mit Kinderwunsch.

Die angesprochenen Tests sind leicht durchzuführen, aber grundsätzlich gilt, dass die Gebrauchsanweisung exakt eingehalten werden muss.
Bei positivem Ergebnis (d.h. wenn ein Krankheitsverdacht vorliegt) oder unklarem Ergebnis ist unbedingt ein(e) (Fach)Arzt/Ärztin aufzusuchen. Aber auch bei negativen Werten sollte einmal pro Jahr die kostenlose Gesundenuntersuchung beim Vertragsarzt/-ärztin oder Einrichtungen der Sozialversicherungsträger wahrgenommen werden. Denn je früher Sie von der Norm abweichende Messwerte bzw. Gesundheitsstörungen erkennen, desto besser wird es Ihrem(r) Arzt/Ärztin gelingen, geeignete therapeutische Maßnahmen erfolgreich einzusetzen, um Spätfolgen zu vermeiden.